Soziales Engagement

Für uns ist soziales Engagement schon seit vielen Generationen Teil der unternehmerischen Verantwortung. Bereits Lothar von Faber (4. Generation) setzte sich für die sozialen Belange seiner Arbeiter ein. So wurde Mitte des 19. Jahrhunderts u.a. eine der ersten Betriebskrankenkassen in Deutschland geschaffen, Kindergärten gegründet und Werkswohnungen gebaut. Im Frühjahr 2000 unterzeichneten Faber-Castell und die IG-Metall die Faber-Castell Sozialcharta. Diese international gültige Vereinbarung gehört in ihrem Umfang zu den ersten ihrer Art.

Sozialcharta

 
Seit dem Jahr 2000 verpflichten wir uns mit der Sozialcharta, in allen Gesellschaften der Unternehmensgruppe weltweit die von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) empfohlenen Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die Sozialcharta beinhaltet u.a. das Verbot von Kinderarbeit, die Chancengleichheit und die Gleichbehandlung ungeachtet der Rasse, der Religion, des Geschlechts, der Nationalität sowie die Gewährleistung sicherer und hygienischer Arbeitsbedingungen. Ein unabhängiger Ausschuss überwacht in regelmäßigen Abständen die Umsetzung der Vereinbarung.

Die Sozialcharta auf einem Blick:
• freiwillige Beschäftigung
• keine Diskriminierung bei der Beschäftigung
• keine Kinderarbeit
• Achtung der Vereinigungsfreiheit & des Rechtes auf Tarifverhandlungen
• angemessene Löhne
• keine überlangen Arbeitszeiten
• Arbeitssicherheit & anständige Arbeitsbedingungen
• Festlegung von Beschäftigungsbedingungen
• Einbezug von Lieferanten

Die Einhaltung der Sozialcharta wird in drei Stufen überprüft. Hierbei werden sowohl interne als auch externe Gremien mit einbezogen.
• Die erste Stufe beinhaltet eine Selbstauskunft aller Werke durch die Sozial-Checklisten, bei dem der Ist-Zustand erfasst wird und welche anschließend zentral ausgewertet werden.
• Regelmäßige Audits durch interne Auditoren der jeweiligen Werke umfassen die zweite Stufe.
• Abschließend werden alle zwei Jahre Verification-Audits durch ein externes Monitoring-Komitee durchgeführt. Die Teilnehmer setzen sich aus einem unabhängigen Ausschuss zusammen, dem sowohl hochrangige Vertreter der IG-Metall und der internationalen Gewerkschaft BWI als auch ein Managementvertreter der Faber-Castell AG angehören, sowie Repräsentanten der Werke, Betriebsräte und lokale Gewerkschaften.

15 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit sind seither vergangen: Regelmäßige Audits in den Regionen, gemeinsam durchgeführt von Gewerkschaftern und Firmenvertretern, kontrollieren die Einhaltung der Richtlinien in den Werken und arbeiten längst auch daran, die Sozialcharta auf möglichst viele Lieferanten weltweit auszudehnen. „Natürlich gibt es immer noch Herausforderungen, vor denen wir stehen“ so der Leiter der Qualitätskontrolle, Gisbert Braun. „Die Kastendenke in Indien erschwert den Auftrag der Gleichstellung aller Arbeitnehmer, in China sind Arbeitnehmervertretungen wie wir sie kennen nach wie vor nicht üblich.“ Es erfordert viel Feingefühl, Beharrlichkeit und Geduld, um Missstände aufzudecken und zu beheben.

Hin und wieder gibt es auch Rückschläge – wie am 5. November 2010, als ein verheerender Brand das Werk in Goa, Indien zerstörte und die Beschäftigten plötzlich keine Arbeit mehr hatten. Bert Römer von der IG Metall: „Anders als es nach solchen Unfällen in manchen Entwicklungs- und Schwellenländern gang und gäbe ist, hat Faber-Castell den Standort in Goa und die Menschen, die dort arbeiten, nicht einfach aufgegeben. Die Beschäftigten erhielten weiterhin ihr Gehalt, obwohl sie momentan keine Stifte oder Radiergummis herstellen konnten. Das geht über die Verpflichtungen hinaus, zu denen sich Konzerne mit einer Internationale Rahmenvereinbarung bereit erklären.“

Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell ergänzt: „Soziale Verantwortung ist für mich nicht nur als Mensch eine Selbstverständlichkeit, sondern eine Frage der „Anständigkeit“ als Unternehmer. Sie ist als Kernwert der Marke festgeschrieben und an dieser Wertevorstellung wird sich auch in der Zukunft nichts ändern.“

 

Soziales Engagement

Kontinuierliches Lernen

Durch gezielte Weiterentwicklungsmaßnahmen wird das kontinuierliche Lernen gefördert. Hierbei bieten wir sowohl interne als auch externe Schulungen an. Auch ein Erfahrungsaustausch zwischen den verschiedenen Werken trägt zu der Erweiterung des Wissens der Mitarbeiter bei. Regelmäßige Beurteilungsgespräche fördern Offenheit und Transparenz zwischen den Vorgesetzen und deren Mitarbeitern.

Kinderkrippe in Stein

Ganz im Sinne einer aktiv praktizierten Familienpolitik eröffneten wir 2013 die Kinderkrippe „Gräfin Katharina“ im renovierten Kutscherhaus auf dem Firmengelände am Standort Stein. Sie bietet 36 Krippenplätze, 24 davon sind für den kommunalen Bedarf vorgesehen. Eine arbeitsnahe Unterbringung des Nachwuchses macht für Faber-Castell Mitarbeiter eine frühere Rückkehr aus der Elternzeit attraktiv.
Lothar von Faber

Betriebskrankenkasse BKK

Die Betriebskrankenkasse von Faber-Castell ist die älteste bayerische Krankenkasse. Sie wurde 1844 unter Lothar von Faber für die Belegschaft des Unternehmens ins Leben gerufen, lange bevor sie in Deutschland gesetzlich geregelt wurde. Heute kann die Faber-Castell Betriebskrankenkasse auf eine 170-jährige Erfolgsgeschichte zurück blicken. Erst jüngst schnitt die BKK Faber-Castell & Partner beim bundesweiten Krankenkassentest 2015 des Wirtschaftsmagazins Focus Money mit Bestnoten ab. Aktuell betreut die BKK rund 45.000 Versicherte an sieben Standorten.

Engagement weltweit

Auch im Ausland ist Faber-Castell für seine Mitarbeiter aktiv: Kostenlose Fortbildungsprogramme in Brasilien beispielsweise umfassen u.a. Sprach- und EDV-Kurse bis hin zur Vorbereitung für die Universität und dem MBA.

Unterstützung vor Ort

Förderung der Kreativität

An vielen Standorten werden regelmäßig „Kindertage“ organisiert, an dem zahlreiche Kinder mit ihren Eltern teilnehmen. Ziel ist es vor allem, Kinder zum Malen anzuregen, da dies die Entwicklung der natürlichen Kreativität und somit die Entfaltung des kindlichen Gehirns fördert. shop here

Humanitäre Hilfe

Im Jahr 2001 wurde die „Graf von Faber-Castell Kinderfonds Stiftung“ ins Leben gerufen, um Kinderhilfsprojekte im In- und Ausland zu unterstützen. Darüber hinaus initiieren unsere Produktionsstätten weltweit Spendenaktionen zur finanziellen Unterstützung kranker Menschen.

Engagement der Mitarbeiter

Neben unserem sozialen Engagement für die Mitarbeiter setzten wir uns auch für zahlreiche soziale Projekte in den Kommunen vor Ort ein. Hierbei steht die Unterstützung hilfebedürftiger Menschen im Vordergrund.